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Ohrgeräusche

OA PD Dr. med. Burkard Schwab

Ein Schwerpunkt der Klinik liegt in der Behandlung von Ohrgeräuschen (Tinnitus).
Tinnitus selbst ist ein Symptom von nahezu jeglicher Ohrerkrankung wie z.B. Infektionen, Fremdkörper im Gehörgang Otosklose, M. Meniere, akustisches Trauma und viele andere. Tinnitus kann vergesellschaftet sein mit Hörverlust, kann auch als ein Symptom verschiedener Herz-Kreislauferkrankungen auftreten.
Der wahrgenommene Ton (oder das Geräusch) variieren von Klingeln, Rauschen, Wispern, Röhren, Pulsieren, lauten und auch leisen Geräuschen. Der zu Grunde liegende Mechanismus ist immer noch weitgehend ungeklärt.

Tinnitus ist eine häufige Erkrankung. Nahezu jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens eine gering ausgeprägte Form von Tinnitus. Anhaltender Tinnitus ist oft vergesellschaftet mit einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. Tinnitus kann die Lebensqualität in vielen Bereichen einschränken (Konzentrationsfähigkeit, Schlafstörungen) und kann zu enormen psychologischen Stress führen. Häufige Gründe für Tinnitus sind:

• Alterssschwerhörigkeit
• Angst
• Lärmschaden
• Starkes Rauchen
• Drogen (auch Alkohol!)
• Nebenwirkungen auf Medikamente (Aminoglykosid-Antibiotika, Indometazin, Quinine oder   Salizylate)

Es gibt kein allgemeines und immer wirksames Medikament gegen Tinnitus!!
Medikamente versuchen immer die zugrunde liegende Grunderkrankung zu heilen.

An der MHH werden unterschiedliche Medikamente eingesetzt, die dazu dienen sollen, den Tinnitus zu unterdrücken (Antiarrhythmika, Neurotransmitter).
Tinnitus kann auch “maskiert“ werden durch von außen zugeführte Geräusche wie Musik etc. Ein sogenannter „Tinnitus-Masker“ produziert ganz leise Geräusche und macht es dadurch möglich, daß vom eigenen Ohrgeräusch abgelenkt wird.
Auch ein Hörgerät ist durch Anhebung der Umgebungsgeräusche in der Lage, den eigenen Tinnitus zu verdecken.