Diagnostik und Behandlung von Innenohrschwerhörigkeit
Die Diagnostik und Behandlung von Innenohrschwerhörigkeiten stellt einen Arbeitsschwerpunkt der klinischen und der wissenschaftlichen Tätigkeit der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover dar.
Neben der Behandlung akuter Hörstörungen zählt die Diagnostik und Therapie von chronischen Hörstörungen (Schwindel, Tinnitus und Hörminderung) zu den Schwerpunktbereichen unserer Klinik. Die routinemäßig durchgeführten Untersuchungen erstrecken sich neben einer ausführlichen hals-nasen-ohrenärztlichen Anamnese, der Erhebung der klinischen Untersuchungsbefunde auf eine ausführliche audiometrische Diagnostik der betroffenen Patienten. Die gesamte Bandbreite der Hörprüfungsmethoden steht der Klinik für diese Anwendung zur Verfügung. Neben subjektiven Verfahren kommen hier bei Bedarf auch objektive Verfahren, wie Hirnstammaudiometrie, Messung der otoakustischen Emissionen, Elektrocochleographie zur Anwendung. Die hervorragende interdisziplinäre Kooperation verschiedener Abteilungen der Medizinischen Hochschule Hannover erlaubt es, betroffene Patienten in anderenm Fachabteilungen vorzustellen, um so hinsichtlich möglicher Hörminderungs- oder Ohrgeräuschauslösender Patienten untersuchen lassen zu können. Hierzu zählen insbesondere die Abteilungen für Innere Medizin, Neurologie, physikalisch manuelle Rehabilitation, Augenheilkunde, Kieferorthopädie und Psychosomatik. Ebenfalls bestehen enge Kooperationsmöglichkeiten zur Abteilung Neuroradiologie der Medizinischen Hochschule Hannover, so daß bei klinischer Notwendigkeit ebenfalls auf das gesamte Spektrum der radiologischen Diagnostik zur Abklärung von Hörstörungen zurückgegriffen werden kann.
Das therapeutische Spektrum richtet sich aus nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Hier können im Einzelfall rheologische Maßnahmen wie auch antiphlogistische Medikamente zum Einsatz kommen. Abgestimmt auf die individuellen Beschwerden eines Patienten erfolgt die vasoaktive Innenohrtherapie (Infusionstherapie). Im Einzelfall können darüber hinaus operative Maßnahmen zur Verbesserung der Hörfähigkeit erwogen werden. Hierzu zählt z.B. eine diagnostische/therapeutische Mittelohrspiegelung (Tympanoskopie).
Die Nachbehandlung nach einem stationären Aufenthalt bzw. die ambulante Weiterführung der Patienten ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres klinischen Behandlungskonzeptes auf dem Gebiet der Innenohrschwerhörigkeiten. Insbesondere die organisatorische Nähe zum Hörzentrum Hannover (HZH) ermöglicht uns eine unkomplizierte und optimale technische Beratung von Patienten hinsichtlich einer möglichen Hörhilfenversorgung (Hörgeräte).
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